Leseproben

 

Tränen der Vergangenheit (Mystery) | Paranoia (Psycho) | Morbid Killer (Musik-Thriller)
(Leseproben zu »Nights Of Shades – Die Saga« auf der Infoseite)


 
Tränen der Vergangenheit (Mystery-Kurzgeschichte)
veröffentlicht 2011, net-Verlag


    Ein Mann betrat ein Café in der Londoner Innenstadt. Die Bedienung, die diesen Mann bereits seit Jahren kannte, grüßte ihn freundlich. Doch an diesem Tag nickte er nur kurz und bestellte sich einen Espresso. Mit dieser einen Tasse saß der Mann über Stunden hinweg an einem einsamen Tisch in einer Ecke. Die Gäste kamen und verließen das Café. An diesem Tag herrschte reger Betrieb. Die Leute plauderten und lachten, aber der Mann saß schweigend über seinem Espresso. Er dachte über seine Vergangenheit nach und über alles, was in den Wochen zuvor geschehen war. Seine Erinnerungen schmerzten ihn so sehr, dass ihm ein paar Tränen über die Wangen rollten. Hastig leerte er die Tasse, bezahlte und verschwand mit schnellen Schritten aus dem Café. Nur wenig später gab es ein Aufgebot an Feuerwehr, Ambulanz und Polizei. Der Trubel verleitete den Mann dazu, nachzusehen. Das Café, in denen er wenige Minuten zuvor den Espresso genossen hatte, war zerstört. Überall lagen verbrannte Trümmer und Leichen herum. Die letzten Flammen wurden soeben von der Feuerwehr gelöscht. Eine neugierige Passantin, die direkt neben dem Mann stand, fragte die Polizisten, was geschehen war. Sie erklärten, dass es wohlmöglich ein Gasleck gegeben hatte. Das ausströmende Gas entzündete sich und jagte das Gebäude in die Luft. Keiner der Angestellten hatte die Explosion überlebt, und viele Gäste wurden ebenfalls getötet. Der Mann wendete sich traurig ab und ging nach Hause.
    Am Tag darauf begab sich der ältere Mann mit der Tageszeitung unter den Arm geklemmt in einen Friseursalon. Seine Haare wurden seit Monaten nicht mehr geschnitten, und das sah man bereits von Weitem. Die angestellten Friseure bekamen so etwas nicht oft zu Gesicht, denn es war ein eher gehobener Salon, dessen Kunden ihn oft aufsuchten. Dennoch rissen sie sich förmlich um den Strubbelkopf. Jeder hatte andere Ideen, dem Mann eine erstklassige Frisur zu verpassen. Doch der Chef nahm sich dem seltenen Kunden höchstpersönlich an, schließlich wusste er, wer der Mann war. Nach der üblichen Haarwäsche machte sich der Meister ans Werk. In seiner berühmt freundlichen Art gab er sich redlich Mühe, den Mann für eine Unterhaltung zu begeistern, der geistesabwesend die Zeitung anstarrte. 14 Tote bei Gasexplosion in Café lautete die Schlagzeile, die er bereits seit Minuten betrachtete. Es vergingen weitere schweigsame Minuten, dann legte der Mann die Londoner Times beiseite und sah durch den Spiegel den redseligen Cheffriseur an. Nach einem weiteren Atemzug begann der Mann zu erzählen. Mitleidvolle Blicke ruhten auf dem Kunden, dessen traurige Geschichte dem Friseur sehr ans Herz ging. Am Ende der Erzählung rannen ein paar Tränen über das Gesicht des Mannes ...

Die komplette Geschichte finden Sie hier:
"Geheimnis – eine Suche beginnt"

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Paranoia (Psycho-Kurzgeschichte)
veröffentlicht 2010, UlrichBurger-Verlag


    "Wer bin ich? Was will ich hier? Warum diese Leere in meinem Kopf? Warum sehen mich die Leute so an? Warum hilft mir keiner? Ich habe doch so schreckliche Angst. Irgendetwas verfolgt mich! Sieht das denn niemand? Bin ich die einzige?"

    Jede Nacht derselbe Alptraum. Ich wache auf und spüre eine unsichtbare Macht. Was ist das nur? Was will es von mir? Es ist so schwer. Ich kann mich nicht bewegen, ich kann nicht atmen. Diese Angst – Nacht für Nacht. Und es ist schon wieder da! Warum kann ich es nicht sehen? Ich weiß doch, dass es da ist. Hier, in meinem Zimmer. Ich bin mir sicher. Ich fühle es doch. Es ist hier und sieht mich an. Nein! Es beobachtet mich. Was soll ich nur tun? Ob es durch Licht verschwindet? Aber diese Angst. Ich muss es wagen. Es ist doch nicht weit. Der Lichtschalter ist doch in der Nähe. Ich habe keine andere Wahl. Ganz vorsichtig und langsam aus dem Bett. Nur noch ein paar Zentimeter. Ich habe ihn erreicht! Oh nein, das kann nicht sein. Es geht nicht! Das Licht geht nicht an! Verdammt! Es kommt auf mich zu. Ich muss hier raus! Aber wohin? Raus aus diesem Zimmer. Vielleicht bin ich im Bad sicherer? Egal, ich muss weg! Es ist hinter mir her. Ich kann ihm nicht davonlaufen. Hinter das Waschbecken? Ja, da wird es mich nicht finden. Es ist so still, so dunkel, so unheimlich. Wo ist es? Ist es verschwunden? Ist es vorbei? Ich zittere. Mir ist kalt. Ich habe Angst. Dort, an der Wand! Ich kann es nicht sehen, aber ich weiß, es ist hier. Genau vor mir. Und schon wieder starrt es mich an. Seine Augen sind so kalt. Ich weiß es. Was hat es vor? Hilfe! Es kommt auf mich zu. Das ist das Ende! Ich werde sterben. Jetzt!
    Verdammt! Was war das? Wo bin ich hier? Was ist passiert? Oh nein, nicht schon wieder. Ich habe geträumt. Noch immer liege ich im Bett. Ich zittere. Wo ist dieses Ding? Ist es weg? Bin ich wirklich wach? Ich muss das Licht anschalten. Aber noch immer diese Angst. Wenn das noch einmal passiert?! Ich kann nicht mehr. Was soll ich denn jetzt tun? Egal. Ich werde es wagen. Der Lichtschalter ist nicht weit weg. Aber in meinem Traum ist er auch nicht weit weg. Wenn das Licht schon wieder nicht angeht ...

Die komplette Geschichte finden sie hier:
"Pendulus - und andere gruselige Geschichten"

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Morbid Killer – Mord nach Anleitung (Musik-Thriller-Kurzroman)
(noch) nicht veröffentlicht


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